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Kreissynode tagt unter besonderen Bedingungen

Von: Dieter Junker

Die neue Kreissynode wird sich im August als Online-Konferenz konstituieren. Wichtige Beschlüsse sollen schon vorab per Umlauf oder als Briefwahl gefasst werden.

Im November tagte die Synode in Rheinböllen. Aufgrund der Corona-Pandemie wird es beim nächsten Mal zu einer Online-Konferenz kommen. Foto: Dieter Junker

Kirchberg. Die Corona-Pandemie hat auch Auswirkungen auf die Kreissynode des evangelischen Kirchenkreises Simmern-Trarbach. Eigentlich sollte sich die neue Synode bereits am 6. Juni konstituieren, doch aufgrund der aktuellen Bestimmungen war eine Tagung in der gewohnten Form nicht möglich. Auch eine auf August verschobene Synode erscheint derzeit nicht durchführbar. Daher wird sich das höchste Gremium des Kirchenkreis im August nun wohl online konstituieren und die ersten Beschlüsse fassen.

„Es sind besondere Zeiten, und diese erfordern dann auch besondere Maßnahmen“, meint dazu Superintendent Hans-Joachim Hermes. Mittlerweile wurden seitens der Landeskirche die Voraussetzungen geschaffen, dass unter bestimmten Bedingungen wie jetzt bei einer Pandemie Beschlüsse von kirchenleitenden Gremien auch per Briefwahl, durch Umlaufbeschluss oder in einer Videokonferenz gefasst werden können.

„Dies haben wir als Kirchenkreis nun aufgegriffen“, erläutert der Superintendent. So soll es bis Anfang August erste Umlaufbeschlüsse geben zur Berufung der kreiskirchlichen Fachausschüsse und Arbeitskreise, ebenso die Berufung der Synodalbeauftragten für die verschiedenen Arbeitsgebiete. „Es ist wichtig, dass wir als Kirchenkreis bald wieder handlungsfähig sind und die Gremien tagen können“, betont Hans-Joachim Hermes. Auch Verwaltungsangelegenheiten, die termingebunden sind und keiner Diskussion bedürfen, sollen per Umlaufbeschluss auf den Weg gebracht werden. Hermes: „Dabei geht es um reine Formalien, keine inhaltlichen Fragen.“

Am 22. August soll es dann eine erste Online-Tagung der neuen Kreissynode geben. Hier ist die Wahl der Abgeordneten des Kirchenkreises zur rheinischen Landessynode sowie die Wahl der Ausschussvorsitzenden vorgesehen. „Dies kann nicht per Umlaufbeschluss oder als Briefwahl erfolgen, das soll dann schon in einer Tagung geschehen“, macht der Superintendent deutlich. Und dann würde sich die neue Kreissynode auch formell konstituieren. „Andere Kirchenkreise haben damit schon gute Erfahrungen gemacht, ich denke, wir werden das auch hinbekommen“, ist Hermes überzeugt.

Eine weitere Synodaltagung ist dann für den 5. September zur Wahl des neuen Superintendenten vorgesehen, und am 6./7. November ist die Herbsttagung der Kreissynode geplant. „Dann gehen wir eigentlich fest davon aus, dass die Synode wieder wie gewohnt an einem Ort zusammenkommen kann“, meint der Superintendent.

Die Kreissynode ist das leitende Gremium des Kirchenkreises. Ihr gehören im Kirchenkreis Simmern-Trarbach insgesamt 65 Abgeordnete an. Es sind die Vertreter der Kirchengemeinden des Kirchenkreises, die kreiskirchlichen Pfarrer, die Mitglieder des Kreissynodalvorstandes, die Vorsitzenden der Synodalausschüsse sowie zehn Personen, die vom Synodalvorstand in die Synode berufen wurden.


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